Pille, Minipille, Ring oder Pflaster: Rezept online anfragen

Hormonelle Verhütung ist in Österreich rezeptpflichtig, ob Pille, Minipille, Vaginalring oder Pflaster. Hier fragen Sie ein Rezept an, für ein Präparat, das Sie bereits anwenden, oder für den Beginn einer Methode. Der Arzt beurteilt Ihren Fragebogen schriftlich und stellt bei positiver Beurteilung ein Rezept als PDF aus, das Sie in einer Apotheke vorlegen.

EmpfängnisverhütungPille, Pflaster oder Ring: neu beginnen oder weiter verhüten.Bezahlung mit eps, Karte, Klarna, Apple Pay oder Google Pay 24,90 € Anfrage starten

So läuft die Anfrage ab

Die Beurteilung läuft schriftlich über einen medizinischen Fragebogen, der rund um die Uhr erreichbar ist. Sie brauchen keinen Termin; ein Video, ein Telefonat oder einen Live-Chat gibt es nicht. Eine bestimmte Bearbeitungsdauer sagen wir nicht zu. Der Ablauf in fünf Schritten:

  • Sie wählen die Leistung Empfängnisverhütung und füllen den Fragebogen aus: gewünschtes Präparat, bisherige Verhütung, Vorerkrankungen, Medikamente und persönliche Daten.
  • Sie bezahlen das Honorar online.
  • Der Arzt prüft Ihre Angaben. Fehlt etwas, etwa ein aktueller Blutdruckwert, fordert er es über die Plattform nach; er kann auch eine Untersuchung in einer Ordination empfehlen.
  • Stimmt der Arzt zu, liegt das Rezept als PDF in Ihrem E-Mail-Postfach.
  • Sie drucken das Rezept aus und legen es in einer Apotheke vor.

Pille, Minipille, Ring und Pflaster im Vergleich

Die Kombinationspille, umgangssprachlich Antibabypille, der Vaginalring und das Verhütungspflaster enthalten ein Östrogen und ein Gestagen. Sie unterscheiden sich darin, wie die Hormone in den Körper gelangen und in welchem Rhythmus sie angewendet werden. Die Minipille enthält nur ein Gestagen. Sie kommt laut Gesundheitsportal auch für Frauen infrage, die aus gesundheitlichen Gründen kein Östrogen verwenden, und kann laut Fachinformation von Moniq Gynial mono in der Stillzeit angewendet werden.

Beim Spielraum für Verspätungen unterscheiden sich die Präparate deutlich. Bei Madonella, Larissa Gynial, Yasmin und Qlaira bleibt der Schutz laut Fachinformation erhalten, wenn eine Tablette weniger als 12 Stunden zu spät genommen wird; dasselbe gilt für die Desogestrel-Minipille. Bei Kelzy und bei der Drospirenon-Minipille Lyzbet liegt die Grenze bei 24 Stunden. Ist der Vaginalring weniger als 3 Stunden außerhalb der Scheide, leidet der Schutz nicht. Erbrechen oder starker Durchfall in den ersten 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme werden wie eine vergessene Tablette behandelt. Was bei längeren Verspätungen zu tun ist, beschreibt die Gebrauchsinformation des jeweiligen Präparats.

MethodeHormoneAnwendung laut FachinformationBeispiele in Österreich
KombinationspilleÖstrogen und GestagenMadonella, Larissa Gynial, Yasmin: 21 Tage je eine Tablette, dann 7 Tage Pause; Kelzy: 24 wirkstoffhaltige und 4 wirkstofffreie Tabletten; Qlaira: 28 Tabletten ohne PauseMadonella, Larissa Gynial, Yasmin, Kelzy, Qlaira
Minipille mit Desogestrelnur Gestagentäglich eine Tablette, ohne PauseMoniq Gynial mono, Cerazette, Desirett, Cycle ratiopharm, Tangolita, Grystella
Minipille mit Drospirenonnur Gestagen24 wirkstoffhaltige und 4 wirkstofffreie Tabletten, ohne PauseLyzbet
VaginalringEthinylestradiol und Etonogestrel3 Wochen in der Scheide, danach 1 Woche ringfreiNuvaRing, FemLoop, GinoRing
VerhütungspflasterEthinylestradiol und Norelgestrominje ein Pflaster pro Woche über 3 Wochen, in der 4. Woche keinesEvra

Welche Präparate Sie anfragen können

Angefragt werden können Kombinationspillen, Minipillen, Vaginalringe und das Verhütungspflaster, zum Beginnen ebenso wie zum Weiteranwenden. Die folgende Liste nennt Beispiele mit ihren Wirkstoffen. Zu Larissa Gynial, Moniq Gynial mono und Lyzbet gibt es eigene Seiten mit Zusammensetzung, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen laut Fachinformation.

  • Madonella enthält Levonorgestrel und Ethinylestradiol; Madonella mite ist niedriger dosiert.
  • Larissa Gynial enthält Dienogest und Ethinylestradiol.
  • Yasmin enthält Drospirenon und Ethinylestradiol.
  • Qlaira enthält Estradiolvalerat und Dienogest.
  • Moniq Gynial mono ist eine Minipille mit Desogestrel.
  • Lyzbet ist eine Minipille mit Drospirenon.

Weiter anwenden: das bisherige Präparat

Am einfachsten ist die Verordnung eines Präparats, das Sie bereits gut vertragen. Geben Sie im Fragebogen den genauen Namen und die Stärke von der Packung an, seit wann Sie es anwenden und wie Sie es vertragen, zum Beispiel ob Zwischenblutungen auftreten. Dazu kommen ein möglichst aktueller Blutdruckwert, Ihr Rauchverhalten, neue Erkrankungen oder Medikamente und geplante Operationen.

Diese Fragen haben einen Grund. Laut Fachinformation kann eine Migräne, die unter einer Kombinationspille häufiger oder stärker wird, ein Grund sein, das Präparat abzusetzen. Johanniskraut, mehrere Mittel gegen Epilepsie und das Tuberkulose-Antibiotikum Rifampicin können die Wirkung hormoneller Verhütung abschwächen. Vor einer geplanten Operation rät die Fachinformation von Madonella, die Einnahme mindestens vier Wochen vorher zu unterbrechen und erst zwei Wochen nach der vollständigen Mobilisierung wieder aufzunehmen. Und beginnt man eine Kombinationspille, einen Ring oder ein Pflaster nach einer Pause von vier Wochen oder länger neu, gibt es laut Fachinformation Hinweise auf ein erneut erhöhtes Thromboserisiko.

Neu beginnen oder das Präparat wechseln

Auch der Beginn einer hormonellen Verhütung lässt sich über den Fragebogen anfragen, wenn sich daraus eine klare Indikation und keine Gegenanzeige ergibt. Die Fachinformation von Madonella sieht vor dem Start eine vollständige Anamnese samt Familienanamnese, den Ausschluss einer Schwangerschaft, eine Blutdruckmessung und eine körperliche Untersuchung vor, die sich an den Gegenanzeigen und Warnhinweisen orientiert. Der Arzt fragt Krankengeschichte und Risikofaktoren im Fragebogen ab und kann einen aktuellen Messwert nachfordern; ob vor dem Beginn eine Untersuchung in einer gynäkologischen Ordination nötig ist, entscheidet er im Einzelfall.

Begonnen wird in der Regel am ersten Tag der Regelblutung. Wer mit einer Kombinationspille wie Madonella erst am zweiten bis fünften Tag beginnt, verwendet in den ersten 7 Tagen zusätzlich ein Kondom. Für einen Wechsel beschreibt Abschnitt 4.2 der Fachinformation des neuen Präparats den Übergang ohne Schutzlücke: Von einer Kombinationspille auf Moniq Gynial mono wechseln Sie am Tag nach der letzten wirkstoffhaltigen Tablette, ohne zusätzlichen Schutz. Wer von einer Minipille auf Qlaira umsteigt, braucht dagegen in den ersten 9 Tagen zusätzlich eine Barrieremethode.

Nach einer Geburt ist das Thromboserisiko vorübergehend erhöht, und wann eine Kombinationspille infrage kommt, hängt auch davon ab, ob Sie stillen. Das besprechen Sie am besten mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Wann der Arzt kein Rezept ausstellt

Die Anfragen beurteilt lek. Damian Wojno (Approbation Nr. 3211301). Ein Anspruch auf ein Rezept besteht nicht. Der Arzt entscheidet im Einzelfall und lehnt die Verordnung etwa ab, wenn ein Präparat für Sie nicht geeignet ist, wenn eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden kann oder wenn sich Beschwerden wie neue starke Unterleibsschmerzen nur bei einer Untersuchung klären lassen. Spirale, Hormonimplantat und Dreimonatsspritze werden in der Ordination eingesetzt oder gespritzt und sind nicht Teil dieser Leistung.

Bei der Minipille sind die Gegenanzeigen kurz: Laut Fachinformation von Moniq Gynial mono sind es neben einer Überempfindlichkeit eine aktive Thrombose, eine schwere Lebererkrankung, hormonabhängige bösartige Tumoren und ungeklärte Blutungen aus der Scheide; bei Lyzbet kommt eine schwere Einschränkung der Nierenfunktion dazu. Raucht eine Frau über 35, empfiehlt die Fachinformation von Madonella dringend eine andere Methode als die Kombination aus Östrogen und Gestagen.

Für Kombinationspille, Ring und Pflaster nennen die Fachinformationen eine längere Reihe von Gegenanzeigen, bei denen das Präparat nicht angewendet werden darf, unter anderem:

  • Eine Thrombose oder Lungenembolie, jetzt oder früher, oder eine bekannte erbliche oder erworbene Neigung dazu.
  • Ein Herzinfarkt, Angina pectoris, ein Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA).
  • Migräne mit Aura, also mit neurologischen Ausfällen wie Seh- oder Sprachstörungen.
  • Diabetes mit Gefäßschäden, schwerer Bluthochdruck oder eine schwere Fettstoffwechselstörung.
  • Eine größere Operation mit längerer Ruhigstellung.
  • Eine schwere Lebererkrankung, Lebertumoren oder ein hormonabhängiger bösartiger Tumor, etwa der Brust.
  • Ungeklärte Blutungen aus der Scheide.

Thromboserisiko: was die Fachinformationen angeben

Bei einseitiger Schwellung oder Schmerzen in einem Bein, plötzlicher Atemnot, stechendem Brustschmerz, plötzlicher Schwäche oder Taubheit einer Körperseite sowie plötzlichen Sprach- oder Sehstörungen wählen Sie den Notruf 144 und sagen dazu, dass Sie hormonell verhüten.

Jede Kombination aus Östrogen und Gestagen erhöht das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen, am stärksten im ersten Anwendungsjahr. Wie hoch das Risiko für Sie persönlich ist, hängt von weiteren Faktoren ab, etwa von Übergewicht, längerer Ruhigstellung, höherem Alter und Thrombosen in der Familie. In Schwangerschaft und Wochenbett ist die Zahl laut denselben Unterlagen höher als unter diesen Präparaten. Die Fachinformationen nennen folgende Schätzungen:

SituationVenöse Thromboembolien pro Jahr bei 10.000 FrauenQuelle
keine kombinierte hormonelle Verhütung, nicht schwangeretwa 2Fachinformation Madonella, Abschnitt 4.4
Pille mit Levonorgestrel, z. B. Madonellaetwa 5 bis 7Fachinformation Madonella, Abschnitt 4.4
Pille mit Drospirenon, z. B. Yasminetwa 9 bis 12Fachinformation Yasmin, Abschnitt 4.4
Vaginalring NuvaRingetwa 6 bis 12Fachinformation NuvaRing, Abschnitt 4.4
Verhütungspflaster Evraetwa 6 bis 12Produktinformation Evra, Abschnitt 4.4

Nebenwirkungen: was häufig ist und wann Sie sich melden

Nebenwirkungen zeigen sich laut Gesundheitsportal vor allem in den ersten Monaten, etwa Übelkeit, Kopfschmerzen, weniger Lust auf Sex, Zwischenblutungen, ein Spannungsgefühl in den Brüsten, Gewichtszunahme oder eine gedrückte Stimmung; auch der Blutdruck kann leicht steigen. Bei der Desogestrel-Minipille sind unregelmäßige Blutungen laut Fachinformation die häufigste Nebenwirkung: Sie betreffen bis zur Hälfte der Anwenderinnen und werden nach einigen Monaten tendenziell seltener.

Depressive Verstimmungen und Depressionen sind bekannte Nebenwirkungen hormoneller Verhütung. Sie können schwerwiegend sein und gelten als Risikofaktor für suizidales Verhalten. Melden Sie Stimmungsschwankungen oder depressive Beschwerden ärztlich, auch wenn sie kurz nach dem Beginn auftreten. In einer akuten Krise erreichen Sie die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 142, im Notfall die Rettung unter 144.

Kosten: Honorar und Präparat

Das Honorar für die ärztliche Beurteilung beträgt 24,90 €. Auf Wunsch kommt die vorrangige Bearbeitung um 9,90 € dazu: Sie reiht Ihre Anfrage in der Reihenfolge vor, eine bestimmte Dauer bis zur Fertigstellung ist damit nicht verbunden.

Ihr Honorar gilt der ärztlichen Durchsicht Ihrer Angaben, ein Rezept ist damit nicht gekauft. Sagt der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen Nein, überweisen wir Ihnen das Honorar zurück. Will der Arzt noch Unterlagen sehen, bleiben Ihnen dafür mindestens 7 Tage, wir erinnern Sie daran und verlängern die Frist, wenn Sie das möchten. Bleibt die Prüfung trotzdem offen, beenden wir die Anfrage und überweisen das komplette Honorar zurück.

Das Verhütungsmittel selbst bezahlen Sie in der Apotheke. Wie viel es kostet, hängt laut Gesundheitsportal vom Präparat, vom Hersteller und von der Packungsgröße ab; den aktuellen Preis nennt Ihnen die Apotheke. Das gilt für Pille, Vaginalring und Pflaster gleichermaßen. Wir verkaufen keine Arzneimittel und geben keine ab.

Rezept in der Apotheke einlösen

Sie erhalten das Rezept als PDF per E-Mail; es gilt als Privatrezept. Ob das Rezept eingelöst wird, entscheidet die Apotheke vor Ort.

Legen Sie den Ausdruck rechtzeitig vor: Nach dem Rezeptpflichtgesetz verliert ein Rezept seine Gültigkeit, wenn die erste Abgabe nicht spätestens einen Monat nach dem Ausstellungsdatum erfolgt. Einen Versand gibt es nicht, weil das Arzneimittelgesetz die Abgabe rezeptpflichtiger Arzneimittel im Fernabsatz verbietet; per E-Mail kommt ausschließlich das Rezept.

Kann ich die Pille in Österreich ohne Rezept kaufen?

Nein. Laut Arzneispezialitätenregister des BASG sind in Österreich alle Kombinationspillen, Minipillen, Vaginalringe und das Verhütungspflaster rezeptpflichtig. Ohne Rezept gibt es in der Apotheke nur die Pille danach. Sie muss so früh wie möglich eingenommen werden: Präparate mit Levonorgestrel spätestens 72 Stunden, solche mit Ulipristalacetat spätestens 120 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr. Mehr dazu auf der Seite Pille danach.

Kann ich die Pille online bestellen?

Nein. Österreichische und ausländische Apotheken dürfen rezeptpflichtige Arzneimittel weder innerhalb Österreichs noch nach Österreich versenden, auch die Pille nicht. Online fragen Sie hier nur das Rezept an; den Ausdruck legen Sie in einer Apotheke vor Ort vor.

Welche Minipillen gibt es in Österreich?

Minipillen gibt es mit zwei Wirkstoffen: mit 75 Mikrogramm Desogestrel unter mehreren Namen, etwa Moniq Gynial mono oder Cerazette, und mit 4 mg Drospirenon als Lyzbet. Unter dem Namen Slinda ist im österreichischen Arzneispezialitätenregister kein Präparat eingetragen. Alle Minipillen sind rezeptpflichtig.

Bekomme ich auch NuvaRing oder das Evra-Pflaster verschrieben?

Anfragen können Sie beides: Vaginalring und Verhütungspflaster gehören zur Leistung, zum Beginnen wie zum Weiteranwenden; ob eine Verordnung passt, entscheidet der Arzt im Einzelfall. Beim Pflaster weist die Produktinformation darauf hin, dass die Wirksamkeit ab einem Körpergewicht von 90 kg vermindert sein kann; geben Sie Ihr Gewicht deshalb im Fragebogen an.

Zahlt die Krankenkasse die Pille mit diesem Rezept?

In der Regel nicht. Das Rezept wird in Österreich wie ein Privatrezept behandelt, und Sie bezahlen das Präparat in der Apotheke selbst. Eine Kostenerstattung durch Ihren Sozialversicherungsträger ist die Ausnahme und richtet sich nach dessen Regeln, oft mit vorheriger Bewilligung.

Brauche ich einen aktuellen Blutdruckwert?

Ein aktueller Wert hilft dem Arzt, denn schwerer Bluthochdruck schließt Kombinationspille, Ring und Pflaster aus. Sie können einen Wert von Ihrem eigenen Messgerät oder aus einer Ordination angeben; fehlt er, kann der Arzt ihn über die Plattform nachfordern.

Ersetzt das Rezept die Kontrolle bei der Frauenärztin?

Nein. Laut Gesundheitsportal gehören auch bei hormoneller Verhütung regelmäßige gynäkologische Kontrolluntersuchungen dazu. Außerdem schützt hormonelle Verhütung nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen; einen möglichen Schutz davor bieten Kondome.