Pille danach: rezeptfrei in der Apotheke

Die Pille danach verschiebt den Eisprung und senkt damit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nach einer Verhütungspanne. In Österreich sind die Präparate mit Levonorgestrel und mit Ulipristalacetat rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Diese Seite vergleicht die beiden Wirkstoffe, erklärt Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kosten und zeigt, wann eine ärztliche Beurteilung der laufenden Verhütung sinnvoll ist.

Wie wirkt die Pille danach?

Die Pille danach wirkt über einen einzigen Mechanismus: Sie verzögert oder verhindert den Eisprung. Findet kein Eisprung statt, kann eine Eizelle auch nicht befruchtet werden. Genau daraus folgt alles Weitere, was für die Anwendung wichtig ist.

Daraus folgt erstens, dass der Zeitpunkt entscheidend ist. Je näher der Eisprung bereits gerückt ist, desto geringer wird die Wirksamkeit; nach dem Eisprung ist sie nicht mehr gegeben. Weil der Zyklus schwankt und der Eisprung sich nicht zuverlässig vorhersagen lässt, gilt die einfache Regel: so früh wie möglich einnehmen.

Daraus folgt zweitens, dass die Pille danach keine Schwangerschaft beendet. Ist es bereits zur Einnistung gekommen, hat sie keinen Effekt, und sie schadet einer bestehenden Schwangerschaft nach heutigem Kenntnisstand auch nicht.

Drittens schützt sie nicht für den Rest des Zyklus. Nach der Einnahme braucht es bis zur nächsten Regelblutung eine zusätzliche Barrieremethode. Und viertens schützt sie nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen.

Levonorgestrel oder Ulipristalacetat: die Unterschiede

Es gibt zwei Wirkstoffe mit unterschiedlichem Zeitfenster: Levonorgestrel wird laut Fachinformation spätestens 72 Stunden, Ulipristalacetat spätestens 120 Stunden nach dem ungeschützten Verkehr eingenommen, beide als einmalige Tablette.

Der Unterschied ist nicht nur die Frist. Levonorgestrel beeinflusst den Eisprung nur, wenn es vor dem Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) eingenommen wird; Ulipristalacetat konnte den Follikelsprung in einer Studie auch nach bereits begonnenem LH-Anstieg noch verzögern. Levonorgestrel ist dafür seit Jahrzehnten breit erprobt und gut verträglich. Für beide gilt: je früher, desto besser, weil sich der Zeitpunkt des Eisprungs nicht vorhersagen lässt. Die Frist ist eine Obergrenze und kein Planungshorizont.

Beide Wirkstoffe werden nicht kombiniert; die Fachinformationen raten von der gleichzeitigen Anwendung ab. Nach Ulipristalacetat kann eine hormonelle Verhütung laut Produktinformation begonnen oder fortgesetzt werden, ihre Wirkung kann aber beeinträchtigt sein, deshalb ist bis zur nächsten Regelblutung zusätzlich eine Barrieremethode nötig. Die Tabelle fasst die Unterschiede laut Fachinformation zusammen.

MerkmalLevonorgestrel 1,5 mgUlipristalacetat 30 mg
Spätester Zeitpunkt der Einnahme72 Stunden nach dem Verkehr, möglichst in den ersten 12 Stunden120 Stunden nach dem Verkehr
Wirkung im Zyklusnur vor dem Beginn des LH-Anstiegsin einer Studie auch nach Beginn des LH-Anstiegs, nicht mehr nach der LH-Spitze
Erbrechen in den ersten 3 Stunden nach der Einnahmeeine weitere Tablette einnehmeneine weitere Tablette einnehmen
Schwangerschaftstest, wenn die Regel ausbleibtbei mehr als 5 Tagen Verspätungbei mehr als 7 Tagen Verspätung
Stillenunmittelbar vor der Einnahme stillen, danach mindestens 8 Stunden pausiereneine Woche lang aussetzen, abgepumpte Milch verwerfen
Hormonelle Verhütung danachkann fortgesetzt werden, bis zur nächsten Blutung zusätzlich Barrieremethodekann begonnen oder fortgesetzt werden, Wirkung kann vermindert sein, bis zur nächsten Blutung zusätzlich Barrieremethode
Enzyminduzierende Arzneimittel in den letzten 4 WochenKupferspirale erwägen, sonst laut Fachinformation doppelte Dosisnicht empfohlen, Kupferspirale erwägen
Beispiele im Arzneispezialitätenregister, rezeptfreiVikela, Postinor, NavelaellaOne, Lencya, UlliOnce, Ulipristal acetate Hexal

Braucht man in Österreich ein Rezept für die Pille danach?

Nein. Die Präparate mit Levonorgestrel und mit Ulipristalacetat sind im Arzneispezialitätenregister des BASG als Arzneimittel zur Abgabe ohne ärztliche Verschreibung geführt, und auch das Gesundheitsportal des Bundes nennt die Pille danach rezeptfrei. Sie brauchen dafür weder eine Ordination noch eine e-card noch eine Verschreibung, und Sie brauchen auch keine Begründung. Die Abgabe erfolgt nach einem kurzen Beratungsgespräch am Tresen, in dem Zeitpunkt des Verkehrs, Zyklus, weitere Arzneimittel und Vorerkrankungen angesprochen werden.

Das hat eine praktische Konsequenz für Angebote im Internet: Für die Pille danach ist ein Rezept in Österreich schlicht nicht nötig, und wir stellen dafür auch keines aus. Arzneimittel verkaufen und versenden wir grundsätzlich nicht; der Versand rezeptpflichtiger Arzneimittel nach Österreich ist nach Paragraf 59 Absatz 8 Arzneimittelgesetz ohnehin untersagt.

Der schnellste Weg führt also in eine Apotheke, nicht über ein Formular. Außerhalb der Öffnungszeiten sowie an Sonn- und Feiertagen versorgen Apotheken mit Nachtdienst in dringenden Fällen; die Apothekensuche auf dem Gesundheitsportal des Bundes zeigt die nächstgelegenen Nacht- und Notdienstapotheken an. Eine einzelne Apotheke nennen und verlinken wir bewusst nicht. Wie die Abgabe Schritt für Schritt abläuft und welche Fristen gelten, beschreibt der Beitrag Pille danach in Österreich.

Was kostet die Pille danach und zahlt die Sozialversicherung?

Die Pille danach ist eine Selbstzahlerleistung. Eine Kostenübernahme durch die Sozialversicherung ist nicht vorgesehen, weil rezeptfreie Arzneimittel in Österreich grundsätzlich nicht erstattet werden. Das gilt in derselben Logik für die reguläre hormonelle Verhütung, die in Österreich ebenfalls privat bezahlt wird.

Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt vom Wirkstoff, vom Präparat und von der Apotheke ab. Verlässliche Auskunft gibt Ihnen die Apotheke vor der Abgabe; wir nennen hier bewusst keine Preisspanne, die morgen nicht mehr stimmt. Holen Sie die Pille danach in einer Apotheke mit Nachtdienst, wird laut Gesundheitsportal für die Abgabe zusätzlich ein Nachtdienstzuschlag verrechnet.

Für Frauen ohne Einkommen gibt es eine Alternative: Sie können die Pille danach laut Gesundheitsportal kostenfrei in einer Familienberatungsstelle der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung bekommen.

Ein Kostenvergleich sollte in dieser Situation ohnehin nicht der erste Gedanke sein. Der Zeitverlust durch Nachfragen in mehreren Apotheken wiegt fachlich schwerer als eine Preisdifferenz, weil die Wirksamkeit umso größer ist, je früher die Tablette eingenommen wird. Wer die Kosten dauerhaft senken will, tut das über eine geplante Verhütungsmethode und nicht über die Notfallvariante.

Nebenwirkungen der Pille danach

Die Verträglichkeit ist insgesamt gut. Laut Fachinformationen zählen Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauch- und Unterleibsschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und ein Spannungsgefühl in der Brust zu den häufigen Nebenwirkungen; nach Levonorgestrel sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Unterbauchschmerzen und Müdigkeit sogar sehr häufig und betreffen mehr als eine von zehn Frauen, nach Ulipristalacetat sind auch Stimmungsschwankungen und Muskelschmerzen häufig. Nach Levonorgestrel klingen die Beschwerden üblicherweise in den ersten 48 Stunden ab.

Häufig verschiebt sich außerdem die nächste Regelblutung um einige Tage nach vorne oder nach hinten, und Zwischenblutungen sind möglich; nach Ulipristalacetat kam sie in den Studien bei 18,5 % der Frauen mehr als sieben Tage später. Das ist eine erwartbare Folge des Eingriffs in den Zyklus und kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen ist.

Einen Schwangerschaftstest machen Sie laut Fachinformation, wenn die Regel nach Levonorgestrel mehr als fünf Tage, nach Ulipristalacetat mehr als sieben Tage ausbleibt oder ungewöhnlich verläuft. Treten nach der Einnahme starke oder einseitige Unterbauchschmerzen auf, suchen Sie eine Ordination oder ein Spital auf: Eine Eileiterschwangerschaft muss ausgeschlossen werden, auch wenn eine Blutung eingesetzt hat. Bei Schwellungen im Gesicht oder im Rachen, Hautreaktionen oder einer starken Kreislaufreaktion gilt dasselbe.

Was die Wirkung abschwächen kann

Bestimmte Arzneimittel beschleunigen über das Leberenzym CYP3A4 den Abbau der Wirkstoffe und können die Notfallverhütung abschwächen, auch wenn sie in den letzten vier Wochen eingenommen wurden. Dazu zählen laut Fachinformationen einige Antiepileptika wie Carbamazepin, Phenytoin und Primidon, die Antibiotika Rifampicin und Rifabutin, bestimmte Arzneimittel gegen HIV sowie Johanniskraut als pflanzliches Präparat. Diese Wechselwirkung wird in der Praxis oft übersehen, weil Johanniskraut frei verkäuflich ist und von vielen nicht als Arzneimittel wahrgenommen wird.

Wer eines dieser Präparate anwendet, sagt das in der Apotheke aktiv dazu, auch wenn nicht danach gefragt wird. Die Fachinformationen empfehlen dann, eine Kupferspirale zu erwägen; Ulipristalacetat wird in dieser Situation nicht empfohlen, für Levonorgestrel nennt die Fachinformation eine doppelte Dosis als Alternative. Die Kupferspirale setzt eine gynäkologische Ordination innerhalb von fünf Tagen nach dem Verkehr ein; laut Gesundheitsportal gilt sie als besonders effektiv.

Diskutiert wird zudem der Einfluss des Körpergewichts: Begrenzte und nicht eindeutige Daten deuten laut beiden Fachinformationen auf eine geringere Wirksamkeit bei höherem Körpergewicht oder Body-Mass-Index hin. Das gehört ins Beratungsgespräch, weil es die Wahl der Methode beeinflussen kann.

Wann macht die Pille danach keinen Sinn?

Die Pille danach verschiebt den Eisprung, mehr kann sie nicht. Daraus ergeben sich Situationen, in denen sie nicht hilft. Liegt der Verkehr höchstens fünf Tage zurück und hat der Eisprung noch nicht stattgefunden, kann eine gynäkologische Ordination stattdessen eine Kupferspirale einsetzen.

  • Der Eisprung hat bereits stattgefunden; dann wirkt laut Fachinformationen keiner der beiden Wirkstoffe mehr.
  • Eine Schwangerschaft besteht bereits; die Pille danach beendet sie nicht.
  • Die Frist ist überschritten: 72 Stunden bei Levonorgestrel, 120 Stunden bei Ulipristalacetat.
  • Ungeschützter Verkehr im selben Zyklus liegt schon mehr als 72 Stunden zurück; laut Fachinformation kann es dann bereits zu einer Befruchtung gekommen sein.
  • Als Schutz für späteren Verkehr, als regelmäßige Verhütung oder gegen sexuell übertragbare Infektionen.

Wann ist eine ärztliche Beurteilung sinnvoll?

Die Notfallvariante ist eine Ausnahme und keine Methode. Wird sie mehrmals im Jahr gebraucht, ist das ein deutliches Zeichen, dass die reguläre Verhütung nicht zur Lebenssituation passt: falsches Präparat, Einnahmefehler, Unverträglichkeit oder eine Methode, die zu viel Disziplin verlangt. Auch die Fachinformation rät in diesem Fall zu einer langfristigen Verhütungsmethode.

Genau an dieser Stelle setzt unsere Leistung an, und zwar nach der akuten Situation, nicht in ihr. Für die laufende Empfängnisverhütung mit Pille, Pflaster oder Vaginalring füllen Sie einen medizinischen Fragebogen aus: Vorerkrankungen, Migräne mit Aura, Thromboserisiko in der Familie, Rauchen, Blutdruck, weitere Arzneimittel. Der Arzt prüft die Angaben, kann Unterlagen nachfordern und kann ablehnen. Es gibt dabei kein Video und kein Telefonat; die Beurteilung erfolgt anhand Ihrer schriftlichen Angaben. Wie die Anfrage abläuft, steht unter Empfängnisverhütung.

Die Fragen haben einen Grund: Kombinationspräparate aus Östrogen und Gestagen, also Pille, Pflaster und Vaginalring, erhöhen das Risiko für Blutgerinnsel. Laut Fachinformation, am Beispiel Yasmin, sind sie unter anderem nach einer Thrombose, bei Migräne mit neurologischen Begleitsymptomen und bei schwerem Bluthochdruck ausgeschlossen, und Frauen über 35 Jahren, die weiter rauchen, wird dringend eine andere Methode empfohlen.

Ihr Honorar gilt der ärztlichen Durchsicht Ihrer Angaben, ein Rezept ist damit nicht gekauft. Sagt der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen Nein, überweisen wir Ihnen das Honorar zurück. Will der Arzt noch Unterlagen sehen, bleiben Ihnen dafür mindestens 7 Tage, wir erinnern Sie daran und verlängern die Frist, wenn Sie das möchten. Lässt sich die Beurteilung dennoch nicht abschließen, schließen wir die Anfrage und erstatten das Honorar vollständig, wie in Abschnitt 6 unserer Geschäftsbedingungen beschrieben.

Autor, fachliche Prüfung und Quellen

Fachlich geprüft von lek. Damian Wojno, Approbation Nr. 3211301, für MEDINOW Sp. z o.o.

Dieser Text ist eine allgemeine Information und ersetzt weder das Beratungsgespräch in der Apotheke noch eine persönliche Untersuchung. Für die Pille danach brauchen Sie in Österreich keine Verschreibung; wir stellen dafür keine aus und verkaufen keine Arzneimittel.

Bei starken Schmerzen, Kreislaufproblemen oder anderen beunruhigenden Beschwerden wenden Sie sich an eine Ordination, an die Gesundheitsberatung 1450 oder in einem Notfall an die Rettung unter 144. Ist die Apotheke geschlossen, hilft der Apotheken-Bereitschaftsdienst weiter.

Die Angaben zu Fristen, Wirkmechanismus, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen stützen sich auf die veröffentlichten Fachinformationen der zugelassenen Präparate, auf die Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur und auf das öffentliche Gesundheitsportal des Bundes. Preise nennen wir nicht, weil sie sich je nach Präparat und Apotheke ändern und eine veraltete Angabe irreführender wäre als gar keine. Wird eine Angabe in den Fachinformationen aktualisiert, überarbeiten wir diese Seite.

Wie lange wirkt die Pille danach?

Das Zeitfenster hängt vom Wirkstoff ab: Levonorgestrel wird bis 72 Stunden nach dem ungeschützten Verkehr angewendet, Ulipristalacetat bis 120 Stunden. Beide verschieben den Eisprung, weshalb die Wirksamkeit mit jeder Stunde sinkt und nach erfolgtem Eisprung nicht mehr gegeben ist. Die Frist ist also eine Obergrenze und kein Planungshorizont. Für den Rest des Zyklus besteht kein Schutz; bis zur nächsten Regelblutung ist eine Barrieremethode nötig.

Wie viel kostet die Pille danach in Österreich?

Einen einheitlichen Betrag gibt es nicht: Der Preis hängt von Wirkstoff, Präparat und Apotheke ab, und die Apotheke nennt ihn vor der Abgabe. Die Sozialversicherung übernimmt die Kosten nicht; in einer Apotheke mit Nachtdienst kommt laut Gesundheitsportal ein Nachtdienstzuschlag hinzu. Frauen ohne Einkommen erhalten die Pille danach kostenfrei in einer Familienberatungsstelle der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung. Ein Preisvergleich über mehrere Apotheken kostet Zeit, und Zeit bestimmt hier die Wirksamkeit.

Brauche ich für die Pille danach ein Rezept?

Nein. Die Präparate mit Levonorgestrel und mit Ulipristalacetat sind in Österreich rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, ohne Ordination, ohne e-card und ohne Begründung. Die Abgabe erfolgt nach einem kurzen Beratungsgespräch, in dem Zeitpunkt des Verkehrs, Zyklus, Vorerkrankungen und weitere Arzneimittel angesprochen werden. Wir stellen für die Pille danach keine Verschreibung aus und versenden keine Arzneimittel; der schnellste Weg führt in eine Apotheke.

Welche Nebenwirkungen hat die Pille danach?

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauch- und Unterleibsschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Brustspannen; nach Levonorgestrel klingen die Beschwerden laut Fachinformation üblicherweise in den ersten 48 Stunden ab. Die nächste Regelblutung kann früher oder später kommen, Zwischenblutungen sind möglich. Einen Schwangerschaftstest machen Sie, wenn die Blutung nach Levonorgestrel mehr als fünf Tage, nach Ulipristalacetat mehr als sieben Tage ausbleibt oder ungewöhnlich verläuft. Bei starken einseitigen Unterbauchschmerzen suchen Sie eine Ordination oder ein Spital auf.

Wie wahrscheinlich ist es, trotz Pille danach schwanger zu werden?

Ganz ausschließen lässt sich eine Schwangerschaft nicht. In den beiden Vergleichsstudien, die in der Produktinformation von ellaOne beschrieben sind, wurden bei einer Einnahme bis 72 Stunden nach dem Verkehr 1,36 % der Frauen nach Ulipristalacetat und 2,15 % nach Levonorgestrel schwanger. Laut Fachinformation von Vikela verhinderte Levonorgestrel in Studien zwischen 52 % und 85 % der erwarteten Schwangerschaften. Die Wirksamkeit nimmt mit dem Abstand zum Verkehr ab, und begrenzte Daten deuten auf eine geringere Wirksamkeit bei höherem Körpergewicht hin.

Wann ist eine Beratung sinnvoll?

Immer dann, wenn die Situation nicht eindeutig ist: bei Arzneimitteln, die die Wirkung abschwächen, etwa Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin oder Johanniskraut, auch wenn sie in den letzten vier Wochen eingenommen wurden, bei mehrmaligem Bedarf im Jahr, bei unklarem Zyklus oder wenn die reguläre Verhütung nicht passt. Für die laufende Empfängnisverhütung bieten wir eine ärztliche Beurteilung anhand eines Fragebogens an, ohne Video und ohne Telefonat; die Regeln zur Rückerstattung stehen in Abschnitt 6 unserer Geschäftsbedingungen.